Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung

Trickfilmstudio "Trickfilmland"

BÜA-Ausflüge zum Medienkompetenztraining im Trickfilmstudio "Trickfilmland"

In der vergangenen Woche besuchten gleich mehrere Klassen des Schulzweiges BÜA an unterschiedlichen Tagen das Trickfilmstudio "Trickfilmland" in der Daimlerstraße. Die Schülerinnen und Schüler bakamen in diesem Workshop einen Einblick, wie man professionell einen Trickfilm dreht und setzten die Kenntnisse in einer eigenen kleinen Filmsequenz praktisch um.

Gestartet wurde mit einer Führung durch das professionelle Trickfilmstudio, bei der die praktischen Grundlagen zum Themengebiet Animationsfilm vermittelt wurden. Das Wissen wurde durch vielfältiges Anschauungsmaterial (Figuren, Kulissen, Kameras, Licht, Computer) aus 25 Jahren Filmproduktion erlebbar gemacht. Überaus bekannte Highlights waren hier die Sandmännchenfiguren, eine Otto-Walkes-Figur, Pittiplatsch und Schnatterinchen, aber auch das Parodie-Video über die National-Elf (https://www.youtube.com/user/d11btv/videos?sort=da&view=0&flow=grid). Diese Videoreihe war vor elf Jahren überdies die erste Videosequenz auf der deutschen - damals noch unbekannten - Youtube-Plattform. Heute ist YouTube weltweit bekannt, umso aufregender bei jemandem zu Gast gewesen zu sein, der bei den deutschen Anfängen dabei war. "Es ist eine internationale Firma, die bekannte Filme gedreht hat. Und der Chef nimmt sich hier sogar persönlich für uns Zeit. Das icht echt toll!", meinte einer der Klassenlehrer.

Danach bauten die Teilnehmer auf der Basis von animationsfähigen Skeletten innerhalb von einer Stunde eine eigene Animationsfigur. Dabei wurden die Skelette mit Knete phantasievoll und kreativ ummantelt. Die Schülerinnen und Schüler lernten dabei praktisches Wissen zum Themengebiet Figuren- und Kulissenbau. Hier zeigten sich ungeahnte Talente als es um die detailreiche Ausgestaltung der Figuren ging. Jede Schülerin und jeder Schüler (und auch die Klassenleitungen) kreirten so ihre eigenen Darsteller für die nun folgenden Videodrehs. Die Schülerinnen und Schüler hatten daran sehr viel Freude und meinten: "Das müssen wir wirklich öfter einmal machen. Solche praktischen und künstlerischen Dinge kommen oft viel zu kurz. Hier kann man sich richtig etwas ausdenken!" "Hoffentlich können wir in der Zukunft öfter zusammenarbeiten und womöglich irgendwann einmal einen WPU-Kurs dazu in die Welt rufen. Das wäre phänomenal!", diskutierten die Sozialpädagogin und eine Klassenlehrerin miteinander.

Nach einer Einführung in die Grundregeln der Animation erweckten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen auf Animationsbühnen ihre Figuren zum Leben. Dabei wurden die Regeln der Animation praktisch umgesetzt. Es war erstaunlich, wie viele einzelne Fotos gemacht werden mussten, um einige Sekunden Film zu erzeugen. Die Figuren mussten unendlich oft bewegt werden und dabei die Bewegungsabläufe so fließend wie möglich in Einzelbilder zerlegt werden. Dabei entstand pro Klasse am Ende jeweils ein kurzes Musik-Video zu "Gangnam Style" von Psy, bei dem sich die gebastelten Figuren in Choreographien zum Takt der Musik bewegten.

Anschließend wurde noch demonstriert, wie in der Nachbearbeitung der Film am PC mithilfe des Schnittprogramms entsteht. Am Ende nahmen viele ihre gebauten Figuren voller Stolz mit nachhause.

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